El Fin

Mai 8, 2010

Nach etwas mehr als acht Monaten in 17 verschiedenen Laendern geht meine Reise nun zu Ende. Mit gemischten Gefuehlen fliege ich ueber Atlanta wieder zurueck in die Heimat nach Deutschland. Etwas Wehmut ist schon dabei, weil es noch so viel Aufregendes zu entdecken gibt. Allerdings ueberwiegt im Moment ganz klar die Vorfreude auf meine Familie und Freunde!

Am Ende dieses Blogs sollte jetzt vielleicht ein Fazit stehen, doch dafuer ist es fuer mich noch viel zu frueh; erst muss ich die Erlebnisse der letzten Monate in mich sacken lassen. Ausserdem: Wie will ich etwas beschreiben, dass eigentlich unbeschreibbar ist?! Deswegen versuche ich es einfach mit einem Zitat aus Jack Kerouac’s „On The Road“:

‚It couldn’t be cooler, it couldn’t be grander, it couldn’t be anything.‘

In diesem Sinne, bis zur naechsten Reise!😉

Stef


Santiago de Chile – Meine letzte Station in Suedamerika

Mai 8, 2010

Eigentlich wollte ich auf dem Weg von Peru nach Chile noch einen der einfachsten 6.000er-Gipfel der Welt besteigen, den Chachani Naehe Arequipa. Daraus wurde aber nichts; nach dem Machu-Picchu-Trek war ich ziemlich angeschlagen…und hatte ausserdem keine Lust mehr auf Kaelte und Anstrengung! Bei meiner Zwischenstation Arequipa war also mehr oder weniger einige Tage nur Chillen angesagt. Ausserdem gibt es hier die leckersten Doener und Falafel Suedamerikas (typisch peruanisches Essen zum Abschluss)!😉

Von Arequipa nehme ich dann einen Flieger Richtung Santiago de Chile. Der landet das erste Mal eine halbe Stunde spaeter in der chilenischen Grenzstadt Arica, wo chilenische Grenzbeamte ins Flugzeug stuermen und einen Haufen Insektizide auf alles und jeden verspruehen… Dann darf man aussteigen und die Einreiseformalitaeten ueber sich ergehen lassen, bevor es weitergeht. Allerdings immer noch nicht direkt nach Santiago, denn nach einer weiteren halben Stunde landet der Flieger in Iquique. Hier werden ein paar Passagiere ausgetauscht und es geht endlich nach Santiago, wo ich um acht Uhr ziemlich genervt ankomme: Der kleine Junge hinter mir trommelt die ganze Zeit an meinem Sitz herum und das suesse, kleine Schreikind neben mir kackt in seine Windeln. Der Flughafen liegt 20km ausserhalb des Zentrums der chilenischen Hauptstadt, also mache ich mich mit dem Bus Centropuerto auf dem Weg zu meinem Hostel im Barrio Brasil.

Dort empfaengt mich um halb zehn ein grinsender, rundlicher Chilene mit Wollmuetze vor meinem Hostel in Santiago: „German guy, we were waiting for you! Kiffst du?“😉 Pato und die anderen Jungs, die das Don Santiago Hostel betreiben, sind alle ein bisschen durchgeknallt. Diego laeuft zum Beipiel in 80er-Jahre-Klamotten rum und geraet in Ekstase, wenn’s ums Shoppen geht… Unterstuetzt werden die Jungs von Ester, die mir das beste Hostel-Fruehstueck seit langer, langer Zeit auf den Tisch zaubert.

Vor meiner Ankunft habe ich eher schlechte Berichte ueber Chiles Hauptstadt gehoert: viel Smog und eher ein Betondschungel! Allerdings sieht das Barrio Brasil ganz anders aus; das Studentenviertel hat viele schoene Gebaeude mit haufenweise Bars und Restaurants. Im Zentrum ist es natuerlich viel geschaeftiger und erinnert ganz stark an eine europaeische  Grossstadt.

Als Henkersmahlzeit goenne ich mir zum Abschluss noch ein fettes Rumpsteak im Las Vacas Gordas…bald muss ich dafuer ja wieder etwas mehr bezahlen.😉


Valparaiso

Mai 8, 2010

„Diese Stadt hat nichts! Keine Ahnung, wieso dieses Loch an der Pazifikkueste anderthalb Stunden entfernt von Santiago de Chile als Empfehlung in Reisefuehrern aufgelistet ist: Keine einzige nennenswerte Sehenswuerdigkeit und die wenigen huebschen Bauwerke sind entweder von Stromleitungen zugehangen, mit haesslichen Graffitis zugeschmiert oder total heruntergekommen (okay, hat vielleicht auch manchmal seinen gewissen Reiz!…).“

…das wollte ich zumindest nach einer Stunde umherwandern in Valparaiso schreiben. Doch dann fing es an, richtig schoen zu werden… und zu regnen, weshalb meine Fotos nicht gerade gut geworden sind. Aber trotz Anfangsenttaeuschung und schlechtem Wetter war Valparaiso einen Tagesausflug von Santiago wert!


Machu Picchu & Salkantay Trek – „It’s an adventure!“

April 29, 2010

…das hat zumindest mein Guide Nico auf der viertaegigen (Tor-)Tour Richtung Machu Picchu gesagt, wenn wir mal wieder um 4 Uhr aufstehen mussten, von scharenweise Moskitos gebissen wurden, die Beine vom staendigen auf- und ablaufen nicht mehr weiter wollten, es literweise vom Himmel regnete oder die Luft auf 4.600 Meter Hoehe duenn zum Atmen wurde. Kurz: Es hat verdammt viel Spass gemacht!😉

1. Tag: Zusammen mit 17 weiteren Fruehaufstehern (Pick-Up ist um 5 Uhr) aus Irland, England, Schottland, Australien, Irland, den USA, Argentinien, Norwegen und Frankreich sowie unseren Guides Nico und Hermo geht es per Bus zum Start des Salkantay Treks: Von Cusco nach Mollepata auf 2.900m Hoehe. Dort bekommen wir unser Fruehstueck und koennen einen Teil unseres Gepaecks auf Pferde umladen. Dort landet dann auch mein Schlafsack, so dass ich nur noch meinen ca. 7 Kilogramm schweren Rucksack schleppen muss. Am ersten Tag soll es von Mollepata rauf und runter nach Soraypampa auf 3.900 m gehen…das heisst 19km oder acht Stunden wandern. Nach zwei Stunden geben die beiden israelischen Maedels auf… kurz nachdem Nico gesagt hat, auf diesem Trek kehrt eigentlich keiner um!😉 Nachmittags erreichen wir unser erstes Camp und haben erste atemberaubende Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel der beiden Berge Umantay (5.458m) und Salkantay (6.264m). Mit Kadin aus Montana teile ich mir das etwas zu kurz geratene Zelt…Zwei-Meter-Mann David aus Australien muss sich quer legen, damit er reinpasst.😉

2. Tag: Der vermeintlich zweitschwerste Tag der Wanderung beginnt fuer uns frueh um fuenf Uhr. Zur Begruessung in den Tag gibt es gleich den ersten Koka-Tee als Wachmacher. Viel geschlafen habe ich in meiner ersten Nacht im Zelt nicht. Der Reissverschluss meines geliehenen Schlafsackes funktionierte naemlich nicht…kurz: Ich hab mir den Arsch abgefroren! Auf der zehnstuendigen Wanderung erreichen wir auch den hoechsten Punkt unserer Reise. Auf 4.650m Hoehe haben wir einen super Ausblick auf den Salkantay mit seinen massiven Gletschern. Angefuehrt von Nico geht es danach stetig bergab nach Chaullay auf 2.900m Hoehe rein in den Dschungel…und damit erste Kontakte mit der lokalen Moskitobevoelkerung. Hermo darf sich inzwischen um die argentinischen Nachzuegler kuemmern, die die Anstrengung nicht so gut wegstecken und den Weg nach oben teilweise auf einem Pferd bezwingen. Zitat am Abend vom sympathischen Argentinier: „The last two days were the best days of my life…and the fuckest!“😉 Nach einem harten Tag dann Luxus pur in Chaullay : kalte Dusche und warmes Bier!😉

3. Tag: Der dritte Tag begann wieder um 5 Uhr und fuehrte uns relativ gemuetliche 13km von Chaullay in den Dschungel entlang des Llluskamayu River nach Sahuayacu. Erst Ende Januar war die gesamte Umgebung von Cusco aufgrund der heftigsten Regenfaelle seit 15 Jahren zum Krisengebiet erklaert worden. Hunderte von Touristen mussten per Hubschrauber ausgeflogen werden und viele Einheimische wurden aufgrund der Ueberflutungen obdachlos oder kamen ums Leben. Machu Picchu wurde daraufhin fuer knapp zwei Monate geschlossen. Auf unserer Wanderung konnte man noch viele Zeichen der Naturkatastrophe entdecken, unter anderem die Auswirkungen riesiger Schlammlawinen. In Sahuayacu hatten wir dann den Nachmittag frei. Nach dem Mittagessen zu Klaengen bester 80’s-Music spielten wir Gringos Fussball mit den Dorfkindern. Ire Owen und ich haben dabei ein neues peruanisches Talent entdeckt, werden ihn mit nach Europa bringen und fuer viel Geld nach Barcelona verkaufen.😉 Nach dem Fussballspiel gab es fuer die Kinder zur Belohnung etwas zu viel Inka Cola… einer von ihnen verfehlte beim Katzenwurf seinen Freund und die Katze flog mit voller Wucht gegen die Huettenwand, autsch! Die Katze hat es aber mehr oder weniger unbeschadet ueberlebt.

4. Tag: Schwerster Tag des Treks nach einer extrem kurzen Nacht! Eigentlich sollte der Wecker „erst“ um 4:30 Uhr klingeln, aber ab 3:30 Uhr wollte der Nachbarhund keine Ruhe mehr geben. Nach dem Fruehstueck ging es schnell steil bergauf Richtung Inka-Ruine Llactapata auf 2.800m, von der wir schon einen ersten entfernten Blick auf Machu Picchu und die wunderschoene Umgebung werfen konnten. Zum ersten Mal hatten wir Pech mit dem Wetter; waehrend des gesamten Aufstiegs goss es auf uns herunter! Allerdings kam dann puenktlich bei Gipfelankunft die Sonne heraus und die Wolken verzogen sich. Vom Gipfel ging es steil bergab auf Schlammpfaden nach Urubamba River. Nach dem Mittagessen direkt am Fluss in der Naehe des Wasserkraftwerks wanderten wir weiter entlang der Eisenbahngleise nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt fuer einen Besuch Machu Picchus. Endlich ging es nicht mehr staendig bergauf und bergab, sondern ziemlich eben weiter. Inzwischen waren meine Beine und Fuesse total hinueber, aber ein Ende war ja in Sicht…und in Aguas Calientes konnten wir abends unsere strapazierten Muskeln im Thermalbad entspannen lassen. Was auch bitter noetig war nach ca. 75 km in vier Tagen Wanderung ueber mehrere Tausend Hoehenmeter!

5. Tag: Eines der absoluten Highlights meiner ganzen Reise erwartet mich am letzten Tag: Machu Picchu! Um 3:30 Uhr stehe ich auf und treffe die anderen um 4 Uhr im Ort wieder. Am Abend vorher wurde ich als Einziger in einem anderen Hostel untergebracht…angeblich keine Betten mehr frei. Da ich kein Wecker mitgebracht hatte, beauftragte ich Hostelmitarbeiter Elvis (ja, so hiess er wirklich), mich puenktlich zu wecken. Da ich ihm aber nicht vertraue, verbringe ich eine ziemlich schlaflose Nacht und checke staendig die Uhrzeit an der Rezeption. Noch schlaftrunken machen wir uns alle auf den Weg zu Fuss nach Machu Picchu, 400 Hoehenmeter ueber zu hoch geratene Inkatreppenstufen (Zitat Kadin: „Fucking Incas and their stairs!“). Zusammen mit Jordan und Matt aus Alaska und Owen komme ich als Erster oben an und koennen uns einen begehrten Platz fuer Huayna Picchu, dem Nachbarberg von Machu Picchu, sichern. Allerdings waere die Eile nicht notwendig gewesen; selbst Spanier Marcos und die beiden Argentinier, die eine Stunde spaeter mit dem Bus ankommen, bekommen noch eins der 400 Tickets, die zum Aufstieg berechtigen (Nebensaison halt). Allerdings kommt unsere Gruppe so auch als erste um sechs Uhr durch das Eingangstor und so haben wir einen atemberaubenden Ausblick vom perfekten Foto-Spot auf das noch touristenleere Machu Picchu und seine grandiose Lage. Allein fuer diesen Anblick haben sich die Strapazen der letzten viereinhalb Tage gelohnt! Guide Nico fuehrt uns daraufhin durch die Ruinen und erzaehlt Wissenswertes ueber Geschichte, Lage, Architektur und Vegetation von Machu Picchu sowie ueber die Kultur und das Leben der Inkas. Zusammen mit den beiden Iren Owen und Eoin mache ich mich danach auf den Weg nach Huayna Picchu. Auf dem Weg zum Checkpoint werden wir aber erst Zeuge von lautem Lama-Sex und nur 50 Meter weiter von einer Lama-Geburt. Der Aufstieg nach Huayna Picchu dauert nur 30 Minuten und von hier aus hat man super Sicht auf die umgebenden Huegel und hinein ins Tal. Danach steigen wir zu dritt noch hoch zum Intipunku, dem Sonnentor der Inkas, durch das man Machu Picchu auf dem traditionellen Inka-Trail betritt. Inzwischen stolpern Eoin und ich eigentlich nur noch, von kontrolliertem Gang ist keine Rede mehr. Aber auch hier ist der Ausblick atemberaubend und den Aufstieg wert! Runter von Machu Picchu fahren wir dann aber mit dem Bus; waere ich die 400 Hoehenmeter auch wieder herunter gelaufen, haette ich meine Knie gleich komplett austauschen koennen!😉

Nach naechtlicher Fahrt von Aguas Calientes per Zug und Bus nach Cusco und Ankunft um 1 Uhr nachts hiess es dann Abschied nehmen voneinander. Die letzten fuenf Tage waren eine der besten Erfahrungen, die ich ueberhaupt auf meiner Reise gemacht habe. Gracias y buen viaje a todos!

PS: Special credit for Machu Picchu pictures to my two Irish friends Eoin & Owen. Without you guys I wouldn’t have a single picture of this very special and amazing day. Thanks und thumbs up!!!😉


Cusco – Die Hauptstadt der Inkas

April 29, 2010

Aus dem Dschungel in die Grossstadt und weiter in die Anden:  Um genau zu sein nach Cusco, die ehemalige Hauptstadt des Inkareichs … und heute die Touri-Hauptstadt Perus! Von hier aus besuchen naemlich durchschnittlich 2.000 Touristen taeglich die wohl groesste Sehenswuerdigkeit Suedamerikas (sagt man zumindest so): Machu Picchu. Aber auch die Stadt selber ist sehenswert!

Cusco hat heutzutage ca. 320.000 Einwohner und liegt auf 3.416m Hoehe in den Anden, d.h. das Atmen wird hier wieder etwas schwerer! Und das obwohl ich erst vor etwas ueber einem Monat auf fast 6.000m war und ich dachte, der Hoeheneffekt wuerde eine Zeitlang anhalten. Fehlanzeige: Auch ich muss mich erstmal wieder an die Hoehe gewoehnen und vertraue solange auf den bewaehrten Koka-Tee.

Fuer mich ging’s von hieraus auf den fuenftaegigen Salkantay-Trek nach Machu Picchu. Danach hatte ich eine super Zeit mit Owen, Oein und Abid…Fussball gucken und Pisco Sour trinken!😉


Iquitos – Bestechung auf Peruanisch

April 17, 2010

FUCK LONELY PLANET! Der Reisefuehrer meines Vertrauens hat mich gezwungen, einen hiesigen Immigrationsbeamten zu bestechen…jetzt sind die hier vielleicht guenstiger zu haben als in Europa, aber weh tat es meinem Portemonnaie trotzdem! Und das alles nur, weil ich den Angaben im Lonely Planet vertraut habe…und so kam es dazu:

Von der peruanischen Grenzstadt Santa Rosa (10 Minuten per Boot von Leticia entfernt) wollte ich mit dem Fast Boat weiter nach Iquitos reisen. Um ordnungsgemaess die Grenze zu ueberqueren, brauche ich also einen Ausreisestempel von Kolumbien und einen Einreisestempel von Peru. Ersteren besorge ich mir tags zuvor am Flughafen in Leticia,  zweiteren bekomme ich angeblich waehrend der Fahrt… Bloed nur, dass das nicht stimmt und die Immigration nach Peru mal eben flach faellt (haette ich vorher machen sollen). Aehnlich ergeht es neben mir uebrigens auch einigen anderen Backpackern…die natuerlich auch den LP in der Tasche haben. Unterwegs erfolgt schon eine Polizeikontrolle. Der uebelgelaunte Peruaner gibt uns zu verstehen, dass wir die Immigration in Iquitos nachzuholen haben (kurz: illegaler Aufenthalt in seinem Land ist also nicht drin!). Also begebe ich mich am naechsten Tag korrektermassen mit meinem liebenswuerdigen Hostel-Eigentuemer Jorge zum Immigrationsbuero in Iquitos, wo ein Freund von ihm arbeitet. Unterwegs fahre ich mit Jorge auf seinem Motorrad erstmal durch die ganze Stadt, damit er den restlichen 370.000 Iquitos-Bewohnern den Gringo vorzeigen kann. Im Immigrationsbuero angekommen, gibt es allerdings schlechte Nachrichten fuer mich…in Iquitos waeren sie fuer solche Sachen nicht zustaendig und ich muesste zurueck zur Grenze (die ist uebrigens 10 Stunden mit dem Fast Boat entfernt, die Fahrt hin und zurueck dauert damit zwei Tage und ausserdem 100 Dollar und ich habe schon einen Flug fuer den naechsten Tag nach Lima gebucht). Bevor ich richtig schlechte Laune entwickle, bietet sich allerdings ploetzlich die Moeglichkeit, doch gleich an Ort und Stelle den gewuenschten Einreisestempel zu bekommen…fuer freundliche 60 Dollar! Nach etwas Bedenkzeit (in denen ich in erster Linie darueber nachdenke, auf welche Art und Weise ich den peruanischen Immigrationstypen und den Lonely-Planet-Autor foltern koennte) kann ich den Typen immerhin noch um 10 Dollar herunterhandeln. 50 Dollar wandern ueber den Tisch und ich bin auf einmal legal in Peru…

Ach ja, Iquitos selber ist ganz sehenswert…vor allem der Stadtteil BelĂ©n ist sehr lebhaft und erinnert mit seinen Maerkten, den vielen Menschen und den Rikschas stark an Indien. Leider regnet es hier mehrere Stunden am Tag, so dass ich mir eine Dschungeltour spare. Iquitos ist uebrigens mit ca. 370.000 Einwohnern die groesste Stadt der Welt, die nicht mit dem Auto erreicht werden kann…morgen geht’s also weiter mit dem Flieger Richtung Lima!


Puerto Nariño – Von perversen Affen und scheuen Delfinen

April 14, 2010

Nur 75km oder anderthalb Stunden mit dem Boot (in einer penetrant nach Schweiss riechenden Rettungsweste ) flussaufwaerts von Leticia liegt Puerto Nariño. Das Dorf gilt als ein gutes Beispiel fuer Oekotourismus und Nachhaltigkeit im Amazonasgebiet. So ist das einzige motorisierte Fahrzeug hier der Krankenwagen, Buergergruppen reinigen jeden Morgen die Strassen und zur Abwechslung stehen an jeder Ecke Muelleimer (und die sogar mit Muelltrennung). Angeblich existiert hier auch ein eigenes Recycling-Programm, die Auffangbecken fuer Regenwasser dienen als Grundlage fuers Waschen und zur Gartenarbeit und die Elektrizitaet der Stadt wird von einem energieeffizienten (?) Generator zur Verfuegung gestellt…zumindest bis Mitternacht, danach ist erstmal Schicht bis zum naechsten Morgen.

Mit meinen Reisepartnern Mel und Ondrej nehme ich ein super schoenes Hostel etwas ausserhalb der Ortschaft. Die Cabañas del Friar werden vom Ordensbruder und Lehrer Hector gefuehrt…neben seinen Gaesten aus der ganzen Welt leben hier noch zahlreiche Katzen, ein Hund, ein Papagei und die zwei Affen Pedro und Mateo (von denen Pedro etwas notgeil veranlagt ist)… Aber schaut euch am Besten einfach das Video an; ich sag nur arme Katze!!!😉

Mit unserem Guide Wellington fahren wir ein paar Stunden auf dem Amazonas herum Richtung Lago Tarapoto, wo wir ein ausgiebiges Bad nehmen (keine Angst vor Piranhas!) und auf rosa Delfine hoffen. Die lassen sich allerdings nicht blicken und wir muessen uns letztendlich mit „normalen“ grauen Delfinen zufrieden geben.

Spaeter beweisen wir gutes Timing und mieten zur heissesten Zeit des Tages ein Kanu…Spass gemacht hat’s trotzdem, nachdem die Sonne endlich hinter einigen Wolken verschwunden war (und Mel und ich uns schon gut verbrannt hatten)!

Insgesamt war es ein super Ausflug in eine andere Welt…und das naechste Mal, wenn ich hierhin komme, bleibe ich bestimmt laenger!

Hier geht’s zum Video (FSK 18):

1. Crazy Monkey Pedro Screwing Around With The Cat @ Puerto Nariño: http://www.youtube.com/watch?v=3JeOOJSi9uI


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